Wärmenetze

Ein weiteres Tätigkeitsfeld der Verbandsgemeindewerke Konz im Bereich der Energieerzeugung und Versorgung ist der Betrieb von Wärmenetzen. 


Wärmenetz Schulzentrum:

Die Verbandsgemeindewerke Konz versorgen über ein Nahwärmenetz ab dem Herbst 2015 das neue Saar-Mosel-Bad und das angrenzende Konzer Schul- und Sportzentrums mit Wärmeenergie. Die Energie zur Speisung dieses Nahwärmenetz wird bedarfsgerecht über verschiedene Komponenten gedeckt. Hier stehen zur Energieerzeugung eine Holzhackschnitzelheizung, ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk und 2 Gasbrennkessel mit unterschiedlichen Leistungen sowie im Ausnahmefall ein Ölbrenner zur Verfügung. Mit diesem Energie-Mix, der in den kalten Jahresmonaten überwiegend mit Holzhackschnitzeln aus den heimischen Wäldern gedeckt wird, kann das v.g. Nahwärmenetz ganzjährlich wirtschaftlich betrieben werden. Gleichzeitig stellen die unterschiedlichen Energieerzeuger eine umfassende Versorgungssicherheit für die Abnehmer des Nahwärmenetzes sicher.

Der jährliche Energiebedarf der angeschlossenen Gebäude beträgt rd. 3.588.000 kWh. Dies entspricht einer Energiemenge von ca. 360.000 Litern Heizöl. Der überwiegende Anteil der Heizenergie (ca. 74%) wird über Holzhackschnitzel erzeugt. Der Brennstoff Holzhackschnitzel wird regional bereits gestellt, so dass die Heizanlage auch als lokaler Wirtschaftsfaktor zu betrachten ist.

Zudem erzeugt das dortige Blockheizkraftwerk (BHKW) ganzjährig ca. 60% des Strombedarfs für das Saar-Mosel-Bad, so dass über die Kraft-Wärmekopplung eine besonders effektive Nutzung des Erdgasbezugs gewährleistet ist.


Nahwärmeversorgung Karthaus:

Die Stadt Konz hat bislang im Bereich des Klosters Karthaus zur Versorgung der umliegenden öffentlichen Gebäude (Grundschule, Kita, Mensa, Kloster) sowie des dortigen Seniorenheimes ein Nahwärmenetz betrieben. Dieses Wärmenetz wurde im Wesentlichen über einen Holzhackschnitzelkessel mit Wärmeenergie gespeist. Zur Versorgungssicherheit, insbesondere bei Störungen der Anlage, blieben die Heizungsanlagen in den angeschlossenen Gebäuden in Betrieb.

Nunmehr beabsichtigt das Deutsche Rote Kreuz bis zum Sommer 2018 ein neues Alten- und Pflegeheim in Nachbarschaft zum bestehenden Altenheim zu errichten. Damit auch dieses Gebäude über das Wärmenetz versorgt werden kann, muss die Anlage erweitert und optimiert werden.

Da die Verbandsgemeindewerke Konz bereits ein Nahwärmenetz zur Versorgung des Schul- und Sportzentrums sowie des Saar-Mosel-Bades betreiben, haben die kommunalen Gremien zur Erzielung von betriebswirtschaftlichen Synergien die Betriebsführung der Nahwärmeversorgung Karthaus auf die Verbandsgemeindewerke Konz übertragen.

Im Verlauf der nächsten Monate wird die dortige Anlage optimiert, d. h. für die künftig zu versorgenden Gebäude ist ein Energiemix ähnlich der Anlage „Nahwärmeversorgung Schulzentrum“ aus Holzhackschnitzel und Gasbrenner (Kaskadenanlage) und BHKW-Nutzung geplant. Diese Komponenten gewährleisten, dass eine komplette Wärmeversorgung der angeschlossenen Gebäude ohne dezentrale Heizungsanlagen erzielt werden kann. 

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