Willi Hahn

geboren am 07.02.1920


Willi Hahn besuchte die Volksschule in Saarbrücken und kam mit 10 Jahren in die Schule der Salesianer im Sauerland, in der auch Kunst unterrichtet wurde. Sein Talent im Zeichnen fiel ebenso auf wie seine Fähigkeit im Modellieren. Seine Lehrer empfahlen den Eltern, diese Begabung zu fördern und ihm eine solide Ausbildung in einem Handwerksberuf zu ermöglichen. Mit 14 Jahren begann er eine Maler- und Anstreicherlehre, die er aber wegen einer Bleivergiftung nicht zu Ende führen konnte. Eingedenk der Empfehlung der Lehrer schickten ihn seine Eltern - sein Vater war inzwischen nach Konz versetzt worden - zur Meisterschule des deutschen Handwerks (später Kunstgewerbeschule) am Paulusplatz in Trier. Nach dem ersten Semester wurden ihm wegen seiner Begabung sogar sieben Freisemester bewilligt. In dieser Schule des deutschen Handwerks wurden seine Fähigkeiten durch verschiedene qualifizierte Lehrer gefördert und zur vollen Entfaltung geführt.
In jenen Jahren erwachte in Trier ein neues Interesse an altem Baubestand, angeregt durch die Arbeit von Professor Kutzbach. So wurde das Simeonsstift in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt. Die Schüler der Kunstgewerbeschule erhielten die Gelegenheit, praktisch mitzuarbeiten. Bei den Abbrucharbeiten kam genügend Anschauungsmaterial für die alte Bauweise zutage, wie Reste von Rosetten und Schlusssteinen. Mit Eifer war Willi Hahn dabei. Hier entwickelte sich sein Einfühlungsvermögen, welches ihm später bei der Wiederherstellung des Kreuzgangs von St. Matthias ebenso zugute kam wie bei seinen Neuschöpfungen.

Willi Hahn schloss sein Studium mit Auszeichnung ab.

Für Willi Hahn war dies der Anfang eines reichen Schaffens, dessen Frucht man in vielen Kirchen des Trierer Landes bewundern kann. Aber auch an profanen Bauten sind seine Bildhauerarbeiten zu sehen. Auf vielen Plätzen stehen von ihm gestaltete Brunnen, z.B.: der Heuschreckbrunnen in Trier (Ecke Fleischstraße / Nagelstraße), an dem er sich selbst inmitten Trierer Originale so darstellte, wie man ihn kannte - mit der Baskenmütze auf dem Kopf und Hammer und Meißel in der Hand.

Willi Hahn starb am 18.09.1995, kurz nachdem im Kreuzgang von St. Matthias eine Ausstellung aus Anlass seines 75. Geburtstages zu Ende gegangen war.

Quelle: Heilsgeschichte in Stein "Mattheiser Themen"

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