Der Berendsborn

Gesamtplanung: Rudolf Molter
Bronzefigur: Silvio Dell´Antonio

An geschichtsträchtiger Stelle, der vor wahrscheinlich schon vor über 650 Jahren festgelegten Gerichtsgrenze zwischen den kurfürstlichen Ämtern Saarburg und Trier - am „weißen Wacken“ sowie an der Berendsbornquelle - bestand bis um 1900 ein traditionneller Waschbrunnen für das Dorf Konz. Die Relikte dieser Anlage waren im Laufe der Zeit, besonders beim Bau der dortigen Westwallanlagen, sowie in der Kriegs- und Nachkriegszeit und nach Gründung des Stadtteils Berendsborn (1949), zu einem primitiven „Wasserloch“ geworden.
Durch die Initiative einiger Konz-Berendsborner Bürger erfolgte durch die Stadt Konz 1989 eine umfassende Neugestaltung der Quelle mit ihrem Umfeld, gemäß der Planung von Architekt und Stadtratsmitglied R. Molter. Zentraler Mittelpunkt der Anlage ist dabei auf der Brunnensäule die Figur von „St. Bernhard mit dem Bienenkorb.“ Die Darstellung als Mönch und Abt Bernhard von Clairveaux (1090-1153) bezieht sich auf die Benennung des Hl. Bernhard als „doctor mellifluus“
(= „honigfließender“ Doktor), als Hinweis auf seine überzeugende, „wie Honig fließende Rede“... Über die Konzerbrück aus Burgund anreisend, gründete er die Abtei Himmerod. Die Erstnennung des Konzer „Bernhardts Boren obent Contz“ resultiert aus einer Himmeroder Urkunde des Jahres 1566.
Die Bronzefigur ist ein Werk des Wittlicher Bildhauers Silvio Dell‘ Antonio. Der als Fabeltier gestaltete Auslauf stammt, wie die übrigen Kunstschmiedearbeiten, aus der Werkstatt R. Kopp, Oberemmel. Das kurtrierische Wappen einerseits und die Gerichtsrose des Amtes Saarburg andererseits auf der Brunnensäule nehmen Bezug auf den urkundlich überlieferten Text aus dem kurfürstlichen Jahrgedinge des Jahres 1574, dass...“ im Fall ein missethätiger Mensch jenseits dem Bernhardsborn ergriffen würde, so soll derselbe gen Saarburg, und da einer von den Unterthanen zu Kuntz ergriffen würde, derselbe gen Pfalzel (als Gerichtsstätten) geführt werden.





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