Thomas Föhr

"Kulturstruktur"

von Thomas Föhr
Standort: Wincheringen



"Kulturstruktur"Thomas Föhr

Biographie:

Geboren 1951 in Trier, als Bildhauer Lehr- u. Wanderjahre, seit 1979 eigenes Atelier in Trier.

Kunstförderpreis von Rheinland-Pfalz, Lehrauftrag FH Trier, Arbeitsstipendium der UNESCO in Venedig, Kunst am Bau u.a.: Landeszentralbank Kaiserslautern,- Ministerium der Finanzen, Mainz,- LVA Rheinland-Pfalz, Drei Burgen-Klinik in Bad Münster am Stein - Ebernburg; Hunsrückhaus am Erbeskopf.


Der Künstler zu seinem Werk:

Als Vermittler agiere ich zwischen der vorgefundenen Kulturlandschaft und dem Sandsteinblock. Das Moseltal mit seinen Weinbergen, die im Rohblock gefundene Grundform und die sandsteintypischen Eigenschaften sind Ausgangspunkt meiner Arbeit. Der Filter von Geist und Körper verdichtet Formen, Strukturen, Linien, die über den Meißel in den Stein fließen. Der Sandstein, in seiner willfährigen Beschaffenheit, ist ein leichtes Opfer und wird zur gehauenen, steinernen "Kulturstruktur".

Kultur schafft Formen. Entfällt diese formende Kraft, so finden Landschaften und Objekte zu einer ihnen innewohnenden Urform zurück. Auch meine Skulptur wird über die Jahrzehnte sich immer mehr ihrer aufgezwungenen Strukturen entledigen, bis sie als Nur-Stein wieder zu sich selbst findet.


Aus:
Steine am Fluss von Dr. Bärbel Schulte:

Thomas Föhrs Stein "Kulturstruktur" am Moselweg zwischen Wincheringen und Wehr erinnert in seiner Form und seiner zurückgenommenen, nur oberflächlich reliefierten Gestaltung sehr stark an die Landmarken oder Hoheitszeichen des Mittelalters, mit denen ein bestimmter Punkt oder ein Revier gekennzeichnet wurde. Er benutzt die archaische Formensprache antiker Steinmetze, wie wir sie in ähnlicher Ausprägung an römischen Sarkophagen finden und schafft mit diesen geometrischen Mustern eine fast abstrakte Darstellung der den Stein umgebenden Mosellandschaft. Darüber hinaus offenbart uns der Stein in seiner Beständigkeit, dass er lange vor uns da gewesen ist und noch lange nach uns existieren wird. Er impliziert eine Ahnung von Werden und Vergehen menschlicher kultureller Äußerungen, die im Vergleich zur Naturform immer nur temporär sein können.

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