Susanne Specht

"Zwei Wellen" 

von Susanne Specht
Standort: Moselauen bei Wehr



"Zwei Wellen"Susanne Specht

Biographie:

1958 geboren in Saarbrücken, 80-86 Studium in Berlin, verschiedene Stipendien u. a. Nachwuchsförderstipendium Berlin, Daad-Aufenthalt Bretagne, Stipendium der Eurocreation/Pipiniere, Senatsstipendium Berlin, Kunstpreis Zweibrücken, 1994-2000 Dozentin der Hochschule der Künste, Berlin, seit 1986 Arbeiten im öffentlichen Raum und Ausstellungen, u.a.: Berlinische Galerie, Martin-Gropius-Bau, Deutsches Museum für Geschichte, Atrium der Deutschen Bank-Zentrale, Constanze-Presse-Haus, Guardini Stiftung, Berlin,- Haus der Kunst, München,- Plastik im Freien, Stuttgart; Neckarwerke Esslingen; Schloß Wolfsburg, Skulpturenpark Heidelberg.



Die Künstlerin zu ihrem Werk:

Am Ufer der Mosel in völliger Ruhe liegen die 2 großen Steinwellen und erzählen von ihrer langen Geschichte. Die Geschichte vom Werden und Vergehen, die Geschichte vom permanten Wandel, von den Zyklen und Rhythmen. Mindestens zweimal im Jahr, wenn das Wasser der Mosel über die Ufer tritt, tauchen die Steine in den Wellen des Flusses ein und bleiben für eine Weile unsichtbar. In der warmen und trockenen Jahreszeit verwandeln sich die zwei steinernen Wellen in einen Ort des Verweilens, die Steine bieten in ihrem Inneren Platz zum Sitzen, in dem einen Stein auf der langen Bank, in dem anderen Stein auf einem einsamen Sitz.


Aus:
Steine am Fluss von Dr. Bärbel Schulte:

Susanne Spechts Arbeit in den Moselauen bei Wehr trägt den Titel "Zwei Wellen". Breit gelagert ruhen die beiden Steine nebeneinander und laden den Besucher zum Sitzen und Ausruhen ein. Die Bank oder der einzelne Sitz sind nicht bloße Form, sondern auch durchdachte Funktion. Der Sandstein erwärmt sich tagsüber in der Sonne und gibt diese Wärme wieder ab an diejenigen, die darauf Platz nehmen. Für die Künstlerin spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle, denn die kosmische Dimension, das für den Menschen unvorstellbare Alter des Steins und die in ihm verhärtete Erdgeschichte, die unser eigenes Dasein relativiert, ist ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeiten. Auch hat sie bei der Auswahl des Aufstellungsortes von vornherein die regelmässigen Überschwemmungen der Moselauen eingeplant, die ihre beiden Steine einem permanenten Wandel, gleich dem Werden und Vergehen in der Natur, unterziehen.

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