Hartwig Mülleitner

"Knie mit Gelenk"

von Hartwig Mülleitner
Standort: Nittel



"Knie mit Gelenk"Hartwig Mülleitner

Biographie:

am 03.09.1968 geboren, 1984 - 88 HTBLA für Bildhauerei Hallein. 1988-95 Studium an der Kunstuniversität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Meisterklasse Prof. Erwin Reiter, 1995 Diplom mit Auszeichnung, 1996-99 Assistent der internationalen Sommerakademie Salzburg. 1998 Arbeitsaufenthalt im Virginiacenter for Creative Arts Virginia / USA, 1998 Landesförderpreis für Bildende Kunst Salzburg, 1999 Gründung der Kulturinnovative „ache 700", 2000 Arbeitsaufenthalt in Vilnius /Litauen. 1988 Fries in der Eingangshalle der HTBLA Hallein / A, 1993 Forma Viva / Slo, 1993 Cordoba / Argentinien, 1994 Stadt Zerbst / Sachsen Anhalt / D, 1995 Altargestaltung Werktagskapelle St. Paul - Salzburg / A, 1996 Stone in Galilee - Israel, 1996 Stadt Hojer - DK, Stromovska - Budweis CZ,1997 Stadt Assuan - Ägypten, 1999 Technische Hochschule Brunn CZ, 2000 WFW Wolfegg / D, Skulpturenpark Juzi Paradise / China


Der Künstler über sein Werk:

Ein Kahn streift längs einem schlank gewachsenen Bein hinauf, streichelt Wade und Haut, die zart bewegte Oberfläche.
Schlankes Bein, ein Kahn streichelt deine Oberfläche, schiebt eine Hautfalte sanft vor sich hin.
Schlankes Bein, dein Schenkel tief eingegraben in das grüne Laken, welches in groben Falten die Landschaft bedeckt.
Weinreben, Licht und Schatten zieren dein grünes Passepartout, das Dich schützend umgibt.
Kleiner Ort - kleines Gelenk, jäh biegst du die Wassermassen, änderst deren Verlauf.


Aus:
Steine am Fluss von Dr. Bärbel Schulte:


Der österreichische Bildhauer Hartwig Mülleitner entzieht sich der eindeutigen Klassifizierung in Plastik oder Skulptur, denn er fügt seine Arbeit aus mehreren Elementen zusammen, so dass man auch von einem aufgebauten Werk, also von einer Plastik sprechen kann. Die einzelnen Elemente dieses ehemals kompakten, bodenhaftenden Blocks erfahren in der Neukombination eine Umdeutung insofern, als dieses neue Gebilde möglichst leicht wirken und möglichst weit in den Raum greifen soll. Die Teilung, der Verlust der Ganzheit, kann so durchaus auch als Chance für einen Neubeginn begriffen werden. In den Weinbergen oberhalb von Nittel, in Sichtverbindung mit dem "Großen Zeiger" Jürgen Waxweilers, greift er das Motiv der Flussbiegung, des Knies, das die Mosel an dieser Stelle bildet, auf. Die zwischen die beiden langen Elemente geschobene Kugel fungiert als Gelenk, das eine Bewegung überhaupt erst möglich macht.

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