Georg Ahrens

"Engel"

von Georg Ahrens
Standort: Oberbillig



"Engel"Georg Ahrens

Biographie:

1947 geboren in Koblenz, 1964-67 Steinmetzlehre, 1967-73 Bildhauerstudium an den Werkschulen Köln. Seit 1970 freischaffender Bildhauer, Einzel- u. Gruppenausstellungen, Werke in öffentlichen Räumen und Kirchen, in öffentlichem u. privaten Besitz. 1974-77 Assistent von Prof. J. Weber, Technische Universität Braunschweig, 1978-81 Assistent von Elmar Hillenbrand, RWTH Aachen, 1982 Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz, Teilnahme an Symposien in Luxemburg, Japan, China, Kanada, Namibia, Spanien und Deutschland. Lehraufträge an den technischen Universitäten Aachen, Köln und Mainz, Gastprofessor in Tianjin und LIN FEN, China.

Der Künstler über sein Werk:

Die Blockhaftigkeit des Udelfanger Sandsteins ist Grundlage der formalen Konzeption der Skulptur. Die künstlerischen Eingriffe bleiben deutlich lesbar. Große Teile der natürlichen Material- u. Bruchstruktur sind erhalten. Es entsteht ein lebendiges Zusammenspiel unterschiedlicher Oberflächen und Formelemente, das in äußerster Reduktion die Anmutung der Engelfigur entstehen lässt. Die Stärke und Macht der geistigen Kraft - Engel -, die in allen Kulturen extistiert, wird sinnfällig.


Aus:
Steine am Fluss von Dr. Bärbel Schulte:

Georg Ahrens Stein "Engel" erinnert sehr stark an die Vergangenheit dieser Region, in der schon in keltischer Zeit Kultsteine aufgestellt wurden, Menhire oder Dolmen, die als "Himmelssäulen", die Verbindungslinien zwischen Erde und Himmel markierten und die von den Menschen als Sitz der Götter verehrt wurden. Gott und Stein bilden im Kult eine Einheit und somit bis ins späte Mittelalter eine "Personifikation" der himmlischen Allmacht. Ahrens greift diesen Gedanken auf, formt den Udelfanger Stein mit seiner vielschichtigen Oberfläche zu körperhaften Wesen und konzentriert in ihnen die körperlose Geisthaftigkeit göttlicher, ideeller Kräfte. Die Menschen besitzen jedoch kein Wissen über deren Erscheinungsbild, sondern lediglich eine im Laufe der Jahrhunderte mehr oder weniger kanonisierte, symbolische Vorstellung. Dementsprechend ist diese Skulptur nicht narrativ figürlich, sondern lässt in ihrer streng reduzierten Form nur eine Ahnung von Körperhaftigkeit zu.

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