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Ausstellungseröffnung in der Stadtbibliothek Konz

Ausstellungseröffnung in der Stadtbibliothek KonzAusstellung über den Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus der Region mit Abschlusskonzert

Es war ein Schicksalstag für die Juden aus der Region: Am 16. Oktober vor 80 Jahren wurden mehrere hundert Menschen jüdischen Glaubens aus ihrem Leben gerissen. Die Nationalsozialisten deportierten sie ins Getto Litzmannstadt in Polen.

Foto: (v.l.n.r.) Musiker Helmut Eisel, Kuratorin Dr. Pascale Eberhard und Bürgermeister Joachim WeberWie war das Leben dort? Was mussten die Menschen im Getto ertragen? Damit beschäftigt sich anlässlich des Jahrestags die Ausstellung, die jetzt in der Stadtbibliothek Konz eröffnet wurde. Auf Plakaten sind u.a. Briefe und Fotos zu sehen, die vom Alltag der deportierten Menschen erzählen. Zum Beispiel berichten sie von Martha Levy, einer in Konz geborenen Jüdin. Sie und ihre Familie hatten schon einige Umzüge gemeistert. Doch im Getto herrschten ganz andere Verhältnisse. Unbeheizte Zimmer, die sich mehrere Familien teilten. „Alle mussten mit der täglichen wässrigen Suppenration auskommen; das „Nährstoffreichste“ war die Brotration, die alle 10 Tage an der Essenausgabestelle verteilt wurde“, so Dr. Pascale Eberhard. Sie ist Expertin für jüdische Geschichte in der Region und hat die Ausstellung zusammengestellt. 

Zur Ausstellungseröffnung kamen auch der Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, Joachim Weber, sowie der Musiker Helmut Eisel. Der Klarinettist ist bekannt für Klezmer Musik, ein Musikstil, der aus der jüdischen Tradition kommt. Er begleitete die Eröffnung musikalisch und leitet zudem ein Musikprojekt mit dem Konzer Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler geben zum Abschluss der Ausstellung am Mittwoch, 27. Oktober, um 19 Uhr, ein Konzert im Festsaal des Klosters Karthaus. (Details werden noch bekanntgegeben.)

Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann das immer zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek tun. Eine Führung wird am Donnerstag, 14.10.2021 um 11 Uhr angeboten. Um Voranmeldung wird gebeten. Führungen für Schulen finden nach Absprache mit der Kuratorin außerhalb der Öffnungszeiten statt. Die Ausstellung wird gefördert vom „Bundesprogramm Demokratie leben!“

„Jetzt wissen wir erst, wie schön die Heimat war: Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Region Trier im Getto Litzmannstadt, Briefe-Fotos-Dokumente 1942“ ist eine Wanderausstellung. Ab dem 2.11.21 ist sie für vier Wochen in der Glockengießerei in Saarburg zu sehen.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Konz:

Montag
geschlossen
Dienstag
15 bis 19 Uhr
Mittwoch
10 bis 18 Uhr
Donnerstag
15 bis 18 Uhr
Freitag
10 bis 12 Uhr, 15 bis 18 Uhr
Jeden ersten Samstag im Monat
10 bis 13 Uhr

Kontakt:
eMail: 
Telefon: 06501 7888

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