Kommunen in der deutsch-luxemburgischen Nachbarschaftsregion intensivieren die Zusammenarbeit

Kommunen in der deutsch-luxemburgischen Nachbarschaftsregion intensivieren die Zusammenarbeit - „Wir halten Kontakt und stehen zu unserer gemeinsamen Region – gerade in Zeiten von Corona!“ 

Nach einem ersten Treffen von Vertreter*innen der Kommunalpolitik entlang der deutsch-luxemburgischen Grenze im Juli 2020 in Nittel und einer ersten Videokonferenz im letzten November kamen nun wiederum insgesamt fast 30 Vertreter*innen der deutschen und luxemburgischen Grenzgemeinden zu einem zweiten Austausch per Videokonferenz zusammen. Wieder waren von Perl und Wormeldange im Süden bis Beaufort und Arzfeld im Norden zahlreiche Bürgermeister, Schöffen, Verbandsbürgermeister und Landräte aus den Grenzkommunen mit dabei. 

Auch diese zweite Videokonferenz für die Grenzkommunen wurde initiiert von den LEADER-Regionen entlang von Mosel, Sauer und Our. Zu den Begründern der Initiative - den LEADER-Regionen Miselerland, Moselfranken, Regioun Mëllerdall und Merzig-Wadern - kamen noch im letzten Jahr die LEADER-Region Bitburg-Prüm und seit Jahresbeginn auch die LEADER-Region Éislek hinzu und bekundeten ihr Interesse an der Mitarbeit. Wichtiger Partner der Initiative ist auch weiterhin das Entwicklungskonzept Oberes Moseltal („EOM“). 

Thema der Videokonferenz am 11.3. waren die nächsten konkreten Schritte für eine dauerhafte grenzübergreifende Zusammenarbeit der Kommunen. In den letzten Wochen sind hierzu alle bisherigen Überlegungen in einem „Essay“ festgehalten worden, aus dem nun einige wichtige Punkte gemeinsam weiter diskutiert wurden. 

Das „große Ziel“ der kommunalpolitischen Initiative bleibt die Weiterentwicklung der Region zu einem gemeinsamen, offenen Nachbarschaftsraum. Um dieses Ziel zu erreichen und die gemeinsamen Themen anzugehen, ist es notwendig den Austausch dauerhaft zu festigen. 

Der jetzt begonnene Weg soll zunächst mit den vorhandenen Mitteln und Kräften der LEADER-Regionalmanagements fortgesetzt werden. Es zeichnet sich aber auch ab, dass mit wachsenden Aufgaben, v.a. wenn es darum geht, die Region im Sinne einer Sprachrohrfunktion nach außen zu vertreten, zusätzliche Kräfte und erweiterten Strukturen benötigt werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die ambitionierten selbstgesteckten Ziele nicht erreicht werden und die Initiative der Kommunen im Sande verlaufen wird.

U.a. Jürgen Dixius und Marc Weyer – die Präsidenten der LEADER-Regionen Moselfranken und Miselerland - betonten, dass für Aufgaben, die über den reinen Austausch der Kommunen hinausgehen, eine funktionierende und schlagkräftige Struktur existieren muss. 

Abschließend drückten alle Teilnehmer*innen ihre Hoffnung aus, dass es bald wieder möglich sein wird, den wichtigen transnationalen Dialog wieder in „echten“ physischen Treffen stattfinden zu lassen. Jos Schoellen aus Rosport-Mompach erneuerte hierzu seine Einladung zu einem „Forum“ der Kommunalvertreter*innen in seine Gemeinde – sobald es die Corona-Lage zulässt. 

Die Video-Konferenz wurde insgesamt als absolut positiver Baustein eingestuft, um die Initiative in dieser schwierigen Zeit schrittweise weiterentwickeln zu können und um miteinander im Gespräch zu bleiben.  

Exkurs: Was ist LEADER? 

LEADER ist das EU-Förderprogramm zur Entwicklung der ländlichen Räume. Es ermöglicht Menschen vor Ort, regionale Prozesse mitzugestalten. Bei den „Lokalen Aktionsgruppen“ bzw. „groupe d‘actions locale“ handelt es sich um Zusammenschlüsse privater und öffentlicher Akteure der Region, die über die Förderfähigkeit von Projekten mit LEADER-Mitteln beraten und entscheiden.  

Entlang der deutsch-luxemburgischen Grenze gibt es insg. sechs LEADER-Regionen: Miselerland, Regioun Mëllerdall und Éislek (alle LUX) sowie Moselfranken, Merzig-Wadern und Bitburg-Prüm (alle D).  

Die beiden LEADER-Regionen Miselerland (LUX) und Moselfranken (DEU) haben als erste in Europa eine gemeinsame Entwicklungsstrategie und setzen viele grenzübergreifende Projekte um. Die jetzt gestartete „Transnationale Initiative der Kommunalpolitik im deutsch-luxemburgischen Grenzraum“ wird unterstützt durch das Projekt „Nachbarschaftsregion Miselerland und Moselfranken“ 
www.leader-miselerland-moselfranken.eu 


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