Winterdienst in der Verbandsgemeinde Konz

    Winterdienst in der Verbandsgemeinde Konz Anlieger müssen ebenfalls räumen

    Niederschläge exakt vorherzusagen gilt auch heute noch als Sorgenkind der Meteorologen. Besonders schwer wird es mit den Schneeprognosen und Schneevorhersagen - wann wie viel Schnee zu erwarten ist und vor allem wie sich die Schneefallgrenze verhalten wird. Auch wenn der ein odere andere vom Wintereinbruch in der Region am heutigen 31. Januar 2019 überrascht wurde, so befindet sich der Bauhof der Stadt Konz bereits seit dem 01. November im Bereitschaftsdienst für den Winterdienst.

    „Unabhängig von Vorhersagen: wir müssen immer auf einen strengen Winter gefasst sein und haben alles dafür getan, um auch dann sichere Straßen zu gewährleisten“, sagt Joachim Weber, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz.

    Mit dem Winterdienst kommen die Kommunen ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht nach. Die Kommunen sind jedoch zum Winterdienst nur auf verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen verpflichtet. Der dazu jährlich erarbeitete Streuplan der Stadt Konz – HIER ersichtlich – legt die Verkehrsbereiche fest, die durch den Bauhof der Stadt Konz gestreut werden. Dabei handelt es sich um wichtige Verkehrswege, Gefahrenstellen, um Steigungsstrecken, Einmündungsbereiche und Buslinien für den öffentlichen Personennahverkehr und die Schülerbeförderung. Streubeginn ist je nach Witterung an Werktagen um 03:00 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen um 4:00 Uhr. Bei extremen Witterungsbedingungen werden auch Nachteinsätze durchgeführt! Die Bereitschaftszeit für den Winterdienst endet am 31. März 2019.

    Der Bauhof nimmt - je nach Bedarf und Wetterlage – eine Priorisierung vor und entscheidet über die Reihenfolge der Streueinsätze.  Für diese Straßen und Straßenabschnitte gilt – ebenso wie für die im Streuplan nicht erwähnten Straßen - die Straßenreinigungssatzung der Stadt Konz. Danach sind jedoch vorrangig die Anlieger verpflichtet, nicht nur den Bürgersteig von Schnee und Eis, sondern auch die ihrem Grundstück zugewandte Hälfte der Fahrbahn zu räumen. Sinngemäß heißt es darin:

    "Wird durch einsetzende Schneefälle die Benutzung der Fahrbahn erschwert, so ist der Schnee unverzüglich wegzuräumen. Dabei ist der Schnee so zu lagern, dass der Verkehr auf den Fahrbahnen und Gehwegen nicht eingeschränkt wird. Nächtlicher Schneefall ist bis zum Beginn der allgemeinen Verkehrszeiten (7.00 – 20.00 Uhr) zu räumen. Dies gilt auch für vorhandene Gehwege entlang des eigenen Grundstücks. Ist ein solcher nicht da, so gilt nach der Satzung ein Streifen von 1,50 m Breite entlang der Grundstücksgrenze als Gehweg." 

    Durch diese Räum- und Streupflicht der Grundstückseigentümer war es bislang möglich, von der Erhebung sogenannter Straßenreinigungsgebühren, wie sie seit Jahren beispielsweise in der Stadt Trier erhoben werden, abzusehen.

    Auch wenn der städtische Bauhof sich bestens auf einen Wintereinbruch eingestellt hat, so betont Joachim Weber jedoch, dass der Winterdienst bei bestimmten Wetterlagen an seine Grenzen stößt: „Wir haben keine unbegrenzten Kapazitäten an Mitarbeitern und Gerätschaft. Daher sind auch bei größter Professionalität des Winterdienstes nicht alle Wetterereignisse beherrschbar.“

    Alle Verkehrsteilnehmer sollten bei Schnee und Eis entsprechende Vorsicht walten lassen. Geeignetes Schuhwerk beugt Stürzen vor. Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Risiko von Unfällen und manchmal ist es besser, das eigene Fahrzeug auch mal stehen zu lassen. Außerdem bittet die Stadt darum, die Autos so zu parken, dass die breiten Winterdienstfahrzeuge gut durch die Straßen kommen. Falsch geparkte Autos erschweren oft die Winterdiensträumung von Straßen. Das kostet wertvolle Zeit.

    Der ADAC rät Autofahrern, die Fahrzeuge der Winterräumdienste nicht zu überholen, denn vor den Fahrzeugen ist die Straße ja noch gefährlich glatt. Leicht unterschätzt man auch, wie breit so ein Schneepflug wirklich ist. Am besten sollten Autofahrer geduldig hinter dem Räumfahrzeug fahren und die schönen Seiten des Winters genießen.

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