Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner

Warnung vor dem EichenprozessionsspinnerRaupen der Schädlinge in der Verbandsgemeinde Konz sehr aktiv


AKTUELLER STAND

Der Eichenprozessionsspinner ist weiterhin sehr aktiv und wurde inzwischen in allen Konzer Gemeinden/Stadtteilen gesichtet. Für die Bekämpfung der Eichenprozessionsspinners ist der jeweilige Grundstückseigentümer zuständig, bei privaten Bäumen also die Privatperson.

Soweit Bäume der Stadt oder den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Konz betroffen sind, werden die befallenen Bäume nacheinander „abgearbeitet“, wobei Befallsstellen in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten, Schulen und anderen öffentlichen Plätzen - wie z.B. Parkplätze oder Friedhöfe - vorrangig behandelt werden. Aufgrund der Vielzahl kann es einige Zeit dauern bis ein Baum behandelt wird. Wegen der hohen Fallzahlen kann die Verwaltung keine konkrete Auskünfte zu Sachständen oder Terminen geben.

Weitere Einzelheiten können Sie folgendem Video entnehmen, welches in Zusammenarbeit mit der SAAR-MOSEL-NEWS entstanden ist.


URSPRÜNGLICHE PRESSEMELDUNG

In der Verbandsgemeinde Konz sind bislang an drei Stellen die Raupen des Pflanzenschädlings „Eichenprozessionsspinner“ entdeckt und wurden bzw. werden schnellstmöglich von Fachfirmen entfernt.  Auf Roscheid (Parkplatz am Friedhof Roscheid) als auch in Wasserliesch (Friedhof, An der Granahöhe sowie an Bäumen entlang des Rundwegs Angelborn) und in Tawern (Friedhof und Parkplatz) wird eine Baumpflegefirma aus dem saarländischen Nonweiler damit beschäftigt sein, die befallenen Eichen von den Raupen des Eichenprozessionsspinners zu befreien. Die Raupen beziehungsweise die Nester werden in der Regel abgesaugt.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart, die insbesondere freistehende und von der Sonne beschienene Einzelbäume und Waldränder bevorzugt. In ihrem Stadium als Raupe ist sie ein Pflanzenschädling, hat aber gleichzeitig auch eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in Nestern verstecken. Abends wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkrone und fressen die Eichenblätter. Im Spätsommer schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die erneut an Eichenzweigen ihre Eier ablegen. Die Raupen und Larvenhäute verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen: Hautirritationen (starker Juckreiz, vor allem abends und nachts, Pusteln und Quaddeln), Atembeschwerden und Augenreizungen.

Besondere Vorsicht ist von etwa Ende Mai bis Ende August geboten. Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. Insbesondere die Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden.

Bei Kontakt mit den Härchen sollten die Betroffenen die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare/Kleidung waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden empfiehlt es sich auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

Bürger, die befallene Eichen auf öffentlichem Grund entdecken, können diese unter genauer Angabe des Ortes unter der Telefonnummer 06501/83-176 melden. Das Telefon ist zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Garten- und Waldbesitzer mit Eichenbestand werden gebeten, die privaten Bäume in den nächsten Wochen untersuchen zu lassen. Auch von diesen Personen bekommt die Verbandsgemeindeverwaltung häufiger Befall gemeldet. In solchen Fällen berät der zuständige Mitarbeiter und vermittelt professionelle Hilfe unter o.g. Telefonnummer.

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