Konzer-Doktor-Bürgerstiftung feiert 10 Jahre

Konzer-Doktor-Bürgerstiftung feiert 10 JahreViele Überraschungen und großes Lob beim Festakt 

Was der Festausschuss aus Anlass des zehnjährigen Stiftungsjubiläums vorbereitet hatte, war wirklich rundum gelungen: Eine witzige Präsentation der Stiftungsprojekte durch Pfarrer Georg Canaris alias Thomas Kürwitz, eine brillante Festrede der Trierer Uniprofessorin und Glücksforscherin Michaela Brohm-Badry, peppige Songs und kurzweilige Grußworte unterhielten die zahlreichen Gäste aufs Beste.

Die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung hatte zu ihrem Stiftungsjubiläum am 10. November in die gute Stube der Stadt Konz, den Festsaal des Klosters Karthaus, eingeladen. Nach einer musikalischen Einstimmung des Leistungskurses Musik der MSS 12 des Konzer Gymnasiums begrüßte der Vorsitzende Hartmut Schwiering mit einem bewussten Versprecher seines Namens („Schwierig“) die Stiftungsfamilie, Freunde, Unterstützer und Gäste. In seiner Ansprache ging er noch einmal zurück zu den Anfängen im Jahr 2008, als aus der Idee einer Bürgerbildungsbewegung Wirklichkeit wurde. ‚Kärrnerarbeit‘ sei es gewesen, die 46 Gründungsstifter zu überzeugen. Was sich daraus in zehn Jahren entwickelt habe, erfülle ihn mit Demut und Stolz: „Echte, gelebte Solidarität, ohne die eine menschliche Gesellschaft nicht funktionieren kann“.

Bürgermeister Joachim Weber unterstrich in seinem Grußwort, wie sehr die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung mit ihren vielfältigen Projekten in den vergangenen zehn Jahren die Stadt und Verbandsgemeinde Konz geprägt und ihr ein familien- und kinderfreundlicheres Gesicht gegeben hat.

Lobende Worte fand auch Landrat Günther Schartz, der das Stiftungsjubiläum in Zusammenhang mit dem 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen brachte. Dessen Idee von ‚Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe‘ sowie das Wissen um die Bedeutung von Bildung fänden sich auch in den Stiftungsprojekten wieder, die - so Schartz - „Leuchtturmcharakter“ besäßen. Er versprach, die Arbeit der Stiftung auch weiter nach Kräften zu unterstützen und empfahl Hartmut Schwiering - mit einem Augenzwinkern - er solle auch weiterhin „schwierig“ bleiben.

Der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Thomas Linnertz würdigte in Vertretung für die Schirmherrin, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Es sei unverzichtbar für unsere Gesellschaft, die mehr denn je Solidarität und positives Miteinander brauche. Insofern leiste die Stiftung einen vorbildlichen Beitrag für das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt und Verbandsgemeinde Konz.

„Denn die Liebe zu Allem ist der Spross der Erkenntnis. Über Leonardo, Konzer Doktoren und andere Lichtgestalten“ - so lautete das eher sperrig anmutende Thema des Festvortrages von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, Dekanin an der Universität Trier. Sie arbeitet u.a. als Motivationsforscherin und gilt als eine der führenden Forscherinnen im Bereich der positiven Psychologie.

Packend, schwungvoll und liebenswürdig fesselte die renommierte Wissenschaftlerin ihre Zuhörer und brachte sie dabei auch immer wieder zum Schmunzeln. Ihr Vortrag, der das positive Potenzial von Menschen im Allgemeinen und die Bildungsarbeit der Stiftung im Besonderen unter Motivationsaspekten und wissenschaftlichen Ansätzen beleuchtete, wurde mit lang anhaltendem Applaus gewürdigt. Nicht nur Dr. Karl-Heinz Frieden, der für den Stiftungsrat sprach, äußerte den Wunsch und das Bedürfnis, diesen brillanten Festvortrag noch einmal nachlesen zu dürfen.

Und dann kam ein ganz besonderer Gast in den Klostersaal. Bekleidet mit dunkler Robe und Doktorhut erschien leibhaftig Pfarrer Georg Canaris, der Namensgeber der Konzer Doktoren. Thomas Kürwitz, der stellvertretende Stiftungsvorsitzende, war in die Rolle Canaris‘ geschlüpft und stellte so allerhand Vergleiche an, zwischen seiner Zeit um 1800 und heute. Mit großem schauspielerischen Talent und viel Witz unterhielt er das Auditorium und stellte dabei eine Reihe von Stiftungsprojekten vor. Tatkräftig unterstützt wurde er von Stiftungsmitgliedern und Stiftungspartnern, von Schulkindern und Lehrern. Der Reigen der Projekte reichte vom Schüler-Familien-Kalender und dem Konzer-Doktor-Ball, über den Konzer-Doktor-Thaler bis zu den Brückenbauern der Realschule plus für alte Menschen und den Abschlussfahrten der weiterführenden Schulen an die Wurzeln der bundesdeutschen Demokratie.

Die Lese-Lern-Förderung, die schon seit zehn Jahren an allen Schulen in der Verbandsgemeinde Konz Kinder in Deutsch stark macht, wurde im Rahmen des Festaktes zurecht in besonderer Weise gewürdigt. Lese-Lern-Patinnen und -Paten, die bereits fünf bzw. zehn Jahre ehrenamtlich mit Kindern arbeiten, wurden mit einer Urkunde und einer Konzer-Doktor-Bildungsaktie ausgezeichnet. Die Ehrungen wurden von ADD- Präsident Thomas Linnertz, dem Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Karl-Heinz Frieden und dem Stiftungsvorsitzenden Hartmut Schwiering vorgenommen (siehe EXTRA).

Nach Dankesworten von Dr. Frieden, gab es kurz vor Ende des offiziellen Teils noch eine weitere Überraschung. Im Klosterhof war plötzlich der Lärm von Baumaschinen zu hören. Als die staunenden Gäste nachschauten, wurden sie Zeugen, wie mit sehr viel Finger- bzw. Feingefühl ein Modell der Konzer-Doktor-Wohnbrücke mit Hilfe eines Baggers enthüllt wurde. Eine tolle Leistung des Volvo-Teams!

Mit einem Glas Wein und guten Gesprächen endete das zehnjährige Stiftungsjubiläum im Kloster Karthaus mit der Bekanntgabe des Versteigerungsergebnisses der von Iris Wojanowski initiierten Kunstauktion. Stolze 1.545 Euro kamen dabei für den Bau der Wohnbrücke zusammen.

Die Auktion geht für die noch nicht zugewiesenen Kunstwerke auf der Homepage unter www.konzer-doktor-buergerstiftung.de bis 15. Dezember 2018 weiter.

E X T R A

Im Rahmen des Festaktes wurden für ihren fünfjährigen Einsatz als Lese-Lern-Paten Gerhard Michel, Benedikta Probst, Margarete Wagner und Brigitte Wurm geehrt.

Für ihr zehnjähriges Engagement wurden Elke Blomeyer, Lieselotte Charles, Eva Gebert, Hiltrud Kirchner-Plum, Bruno Plum, Margarete Stelzl, Maria Voß, Veronika Weinandy und Monika Wickel ausgezeichnet.

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