Extreme Starkregenereignisse in Konz

Extreme Starkregenereignisse in der VG Konz Erneuter Aufruf zur Bürgerbeteiligung am Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept für Konz

Die jüngsten Starkregenereignisse über dem Gebiet der Verbandsgemeinde Konz haben vielerorts zu Hochwassern von Flüssen und Bächen sowie Sturzfluten aus den Außengebieten geführt, die sich in die bebauten Ortslagen erstreckten und dort zu teils massiven Überflutungen geführt. In der Folge kam es zu vollgelaufenen Kellern. 

Bereits seit Ende 2017 erarbeitet das Planungsbüro Hömme GbR im Auftrag der Verbandsgemeinde ein Hochwasserschutzkonzept für alle Ortsgemeinden und die Stadt Konz. Dieses Konzept umfasst dabei die Gefahrenlage jeder einzelnen Ortslage vor Flusshochwassern sowie durch Überschwemmungen und Sturzfluten infolge von Starkregen. Mit einer Auftaktveranstaltung am 31. Januar im Kloster Karthaus wurde der Prozess offiziell gestartet und sieht eine intensive Beteiligung der Bevölkerung jeder Gemeinde vor. Dazu gibt es für jede Gemeinde spezifische Workshops, in denen gemeinsam mit den Betroffenen bzw. potenziell Betroffenen die spezifische Gerfährdungslage erarbeitet wird und nach Lösungen gesucht wird, um sich zukünftig besser auf solche Ereignisse vorzubereiten.

In der ersten Jahreshälfte fanden bereits Workshops für die Ortsgemeinden Tawern, Wawern, Ockfen, Nittel und die Stadt Konz sowie gesondert für die Stadtteile Oberemmel und das Konzer Tälchen statt. Entsprechend der eigenen Erfahrungen durch vergangene Hochwasser- und Starkregenereignisse war die Beteiligung der Bevölkerung sehr unterschiedlich. Die örtlich sehr begrenzten und heftigen Starkregen zeigen jedoch, dass sich sehr schnell eine örtliche Betroffenheit ergeben kann, auch wenn Jahrzehnte lang keine Überschwemmungen nach Regenfällen eingetreten sind. Insbesondere zukünftig ist mit einer Zunahme von Starkregen zu rechnen und eine entsprechende Vorsorge sowohl der öffentlichen Stellen als auch durch jeden Privaten zu treffen.

Vor dem Hintergrund der enormen Auswirkungen in weiten Teilen der Verbandsgemeinde Konz wird das Planungsbüro Hömme in zusätzlichen Ortsbegehungen das Schadensbild erfassen, die Fließwege aufzeichnen, um die Erkenntnisse in die Maßnahmenentwicklung des Hochwasserschutzkonzeptes einfließen zu lassen. Hiermit sollen auch alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger aufgerufen werden, sich aktiv an der Erstellung des Starkregen- und Hochwasserschutzkonzeptes zu beteiligen.

Für die Bürgerinnen und Bürger der nachfolgend genannten Gemeinden finden in diesem Jahr noch Workshops statt:

  •  Kanzem und Wiltingen: 21. Juni, 19 Uhr, Bürgerhaus Wiltingen
  • Wellen: 27. August, 19 Uhr Bürgerhaus Wellen
  • Temmels: 20. September, 19.30 Uhr, Bürgerhaus Temmels
  • Oberbillig: 31. Oktober, 19 Uhr, Saal Rezas (ehemals HdF)
  • Pellingen: 5. November, 19 Uhr, Gemeinderaum Pellingen
  • Wasserliesch: 20. November, 19 Uhr, Aula der Grundschule Wasserliesch


Auch über die Arbeitsgruppen in den Workshops hinaus besteht die Möglichkeit der Beteiligung. Über die Mailadresse  können Bürgerinnen und Bürger direkt Kontakt mit dem Planungsbüro Hömme GbR aufnehmen und Erfahrungen mit Starkregen und Hochwassern schildern, Problemstellen für den schadfreien Wasserabfluss im Ort nennen oder auch Lösungsvorschläge einreichen, die zur Verbesserung der örtlichen Hochwassersituation beitragen könnten. Sofern Foto- oder Videomaterial vergangener Überflutungsereignisse vorhanden ist, können diese gerne zur internen Verarbeitung zur Verfügung gestellt werden.

Hochwasserschutz und auch die Vorsorge vor Starkregen ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Staat, Kommunen und den betroffenen Bürgern. Die private Hochwasservorsorge am Eigentum liegt dabei in der Pflicht jedes Einzelnen, wie es auch im Wasserhaushaltsgesetz verankert ist. Auf der projektbegleitend eingerichteten Werbseite vgkonz.hochwasserschutz-konzept.de werden neben den Kontaktdaten des Planungsbüros und Hintergründen zum Hochwasserschutzkonzept auch viele Informationen zu Maßnahmen des privaten Hochwasserschutzes, wie druckdichte Fenster und Türen, Absicherung von Lichtschächten, Versicherung gegen Elementarschäden etc. gegeben.

Nach Erarbeitung der gemeindebezogenen Maßnahmen werden diese in einer zweiten Workshoprunde 2019 in den einzelnen Gemeinden vorgestellt. Zur Teilnahme an den Workshops bittet das Planungsbüro Hömme GbR um vorherige Anmeldung per Mail an , per Telefon unter 06507 / 99 88 3-0 oder postalisch an Planungsbüro Hömme GbR, Römerstraße 1, 54340 Pölich.

Information zum Bezug von Sandsäcken

Die Konzer Verwaltung verzeichnet derzeit eine hohe Anfrage zum Bezug von Sandsäcken zum Schutz von Tür‐ oder Fensteröffnungen und zur Umleitung des Wassers auf dem eigenen Grundstück. Die vom städtischen Bauhof für die Feuerwehr gelagerten Sandsäcke sind ausschließlich für Notfalleinsätze gedacht und können daher nicht zur privaten Vorsorge ausgegeben werden. In gefährdeten Bereichen sollten Sandsäcke in Eigenvorsorge vorgehalten werden.  Normalerweise sind ungefüllte Sandsäcke in Baumärkten und teilweise im Baustoffhandel erhältlich. Jutesäcke sind Experten zufolge am stabilsten und halten lange. Plastik reißt schnell reißen und kann rutschen, Vlies nur einmalig verwendet werden. Kosten für einen Jutesack: Weniger als ein Euro. Für 100 Stück sind zirka 1,5 Tonnen Sand nötig. Hier ist auf die Korngröße zu achten, die zwischen zwei und sechs Millimeter liegen sollte. Dazu zählt beispielsweise Bausand.

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