Deutsche Teilung und Wiedervereinigung begreifbar gemacht

    Deutsche Teilung und Wiedervereinigung begreifbar gemacht 

    Die wechselhafte deutsch-deutsche Geschichte konnten ca. 95 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen zum Begreifen nachvollziehen. Die Fahrt wurde von der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung in Kooperation mit Volvo Construction Equipment Germany GmbH  finanziert und hat nunmehr seit vielen Jahren einen festen Platz im Terminkalender der Konzer Realschule plus mit Fachoberschule.

    In den frühen Morgenstunden fanden sich am 17. Mai die insgesamt vier Abschlussklassen der RS plus mitsamt ihren Lehrerinnen und Lehrern auf dem Schulhof ein, um die diesjährige Fahrt zu den Wurzeln der parlamentarischen Demokratie anzutreten. Freundlich verabschiedet von Hartmut Schwiering von der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung traten die Schülerinnen und Schüler die Studienfahrt zu den Ursprüngen unserer Demokratie nach Bonn und Rhöndorf an.

    Im Konrad-Adenauer-Haus in Rhöndorf konnten sie in Person des ersten Bundeskanzlers, Konrad Adenauer, die ereignisreiche deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert in der Dauerausstellung sowie im Wohnhaus des ersten Kanzlers auf anschauliche Weise nachvollziehen. Dabei war besonders die Aussöhnung mit Frankreich, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Adenauer und de Gaulle begonnen wurde, Anlass für viele Fragen. Dieses für die Bürger Deutschlands nach dem Krieg wichtige Wirken von Bundeskanzler Konrad Adenauer fand einen seiner bedeutsamsten Höhepunkte in der Begründung der deutsch-französischen Freundschaft. Bei einer von  Geschichtslehrerin Jasmin Pützer organisierten Führung durch das Haus der Geschichte in Bonn konnte die Gruppe die spannende Nachkriegszeit  erspüren. Dabei wurde insbesondere die Entwicklung in den beiden deutschen Staaten in den Mittelpunkt gestellt, welche unterschiedlicher nicht hätte sein können. Dass das Kriegsende und die Teilung Deutschlands  auch Flucht und Migration für viele Menschen bedeutete, dass der Kalte Krieg neue Ressentiments und Vorurteile schuf – dies alles blieb den Schülern auf ihrem Rundgang durch die Ausstellung nicht verborgen.

    Auch in diesem Jahr kam dieser besondere Geschichtsunterricht bei den Abschlussklassen wieder gut an. Im kommenden Jahr sieht die Realschule plus in Konz mit Freuden einer weiteren Studienfahrt entgegen, die dank der hervorragenden Kooperation zwischen Stiftung, Volvo Construction Equipment Germany GmbH und Schule sicher wieder von Erfolg gekrönt sein dürfte. „Unser Dank geht daher an die Damen und Herren der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung sowie an die Verantwortlichen der Firma Volvo in Konz, die dieses besondere Geschichtserlebnis alljährlich ermöglichen“, betonten unisono Schülerinnen und Schüler, die begleitenden Lehrkräfte sowie der Schulleiter   der RSplus und FOS Konz, Martin Lautwein.

    (Text: Frank Wartner/Jasmin Pützer, RSplus und FOS Konz)

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