Ausstellung „Flüchtlinge in der Geschichte“ im Rathaus

Ausstellung „Flüchtlinge in der Geschichte“ im RathausEine Arbeit des Leistungskurses Geschichte 13 vom Gymnasium Konz

„Flüchtlinge in der Geschichte“ heißt eine Ausstellung, die noch bis vor Kurzem im Gymnasium Konz ausgestellt wurde. Sie ist das Ergebnis von über einem Jahr Arbeit des Leistungskurses Geschichte 13 mit Kursleiter Bernd Blumenthal.

Bei der Ausstellungseröffnung Ende November stellte Bürgermeister Joachim Weber in Aussicht, die Ausstellung im Eingangsbereich des Rathauses einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nun ist sie im Eingangsbereich des Bürgerbüros (Verwaltungsgebäude II) für einen Zeitraum von 2 Monaten zu sehen.

In fünf Abschnitten werden große Migrationsbewegungen der letzten Jahrhunderte vorgestellt: die Flucht der Hugenotten aus dem Frankreich des 17. Jahrhunderts, die Flucht französischer Adeliger aus dem revolutionären Frankreich nach 1789, die deutsche Auswanderungswelle in die Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert, der Exodus der deutschen Juden zur Zeit des Nationalsozialismus und die Flucht der ‚Boatpeople’ genannten Vietnamesen nach dem Abzug der amerikanischen Truppen aus ihrem Heimatland im Jahr 1975. In allen Fällen werden in anschaulicher Weise die historischen Umstände nachgezeichnet, um dann ein Einzelschicksal vorzustellen.

Dem Ausstellungsbesucher drängen sich unwillkürlich Vergleiche zur Flüchtlingswelle vom Herbst 2015 auf, die viele Menschen aus dem Kriegsgebiet im Nahen Osten nach Deutschland verschlug. Aber auch die Flucht von Millionen Menschen aus den deutschen Ostgebieten nach 1945 ruft sich in Erinnerung. Das Kernanliegen der Ausstellung besteht darin aufzuzeigen, dass die Flucht vor Krieg und Gewalt historische gesehen leider kein neues oder einzigartiges Phänomen ist. Immer wieder mussten Menschen ihre Heimat verlassen und ihr Leben aufs Spiel setzen, um gerade dieses zu retten.