Winterdienst in der Verbandsgemeinde Konz

Winterdienst in der Verbandsgemeinde Konz Anlieger müssen ebenfalls räumen

Kann man das Winterwetter 2017/2018 schon jetzt voraussagen? Ein zuverlässiger Wetterbericht ist frühestens 3 Tage im Voraus möglich. Bis dahin wagen Meteorlogen lediglich Wetterprognosen basierend auf aktuellen Wetterdaten. Doch auch wenn der ein odere andere am heutigen 01. Dezember vom Wintereinbruch in der Region überrascht wurde, so befindet sich der Werkhof der Stadt Konz bereits seit dem 01. November im Bereitschaftsdienst für den Winterdienst.

Mit dem Winterdienst kommen die Kommunen ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht nach. Die Kommunen sind zum Winterdienst jedoch nur auf verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen verpflichtet. Der dazu jährlich erarbeitete Streuplan der Stadt Konz – HIER ersichtlich – legt die Verkehrsbereiche fest, die durch den Werkhof der Stadt Konz gestreut werden. Dabei handelt es sich um wichtige Verkehrswege, Gefahrenstellen, um Steigungsstrecken, Einmündungsbereiche und Buslinien für den öffentlichen Personennahverkehr und die Schülerbeförderung.

Der Werkhof nimmt - je nach Bedarf und Wetterlage – eine Priorisierung vor und entscheidet über die Reihenfolge der Streueinsätze. 5 Fahrzeuge – ausgerüstet mit Streugerät und Räumschild/Bürste – stehen für den Winterdienst bereit. Für diese Straßen und Straßenabschnitte gilt – ebenso wie für die im Streuplan nicht erwähnten Straßen - die Straßenreinigungssatzung der Stadt Konz. Danach sind jedoch vorrangig die Anlieger verpflichtet, nicht nur den Bürgersteig von Schnee und Eis, sondern auch die ihrem Grundstück zugewandte Hälfte der Fahrbahn zu räumen. Sinngemäß heißt es darin:

"Wird durch einsetzende Schneefälle die Benutzung der Fahrbahn erschwert, so ist der Schnee unverzüglich wegzuräumen. Dabei ist der Schnee so zu lagern, dass der Verkehr auf den Fahrbahnen und Gehwegen nicht eingeschränkt wird. Nächtlicher Schneefall ist bis zum Beginn der allgemeinen Verkehrszeiten (7.00 – 19.00 Uhr) zu räumen. Dies gilt auch für vorhandene Gehwege entlang des eigenen Grundstücks. Ist ein solcher nicht da, so gilt nach der Satzung ein Streifen von 1,50 m Breite entlang der Grundstücksgrenze als Gehweg."

Durch diese Räum- und Streupflicht der Grundstückseigentümer war es bislang möglich, von der Erhebung sogenannter Straßenreinigungsgebühren, wie sie seit Jahren beispielsweise in der Stadt Trier erhoben werden, abzusehen.

Auch wenn der städtische Werkhof sich bestens auf einen Wintereinbruch eingestellt hat, so betont Bürgermeister Dr. Frieden jedoch, dass der Winterdienst bei bestimmten Wetterlagen an seine Grenzen stößt: „Wir haben keine unbegrenzten Kapazitäten an Mitarbeitern und Gerätschaft. Daher sind auch bei größter Professionalität des Winterdienstes nicht alle Wetterereignisse beherrschbar.“

Alle Verkehrsteilnehmer sollten bei Schnee und Eis entsprechende Vorsicht walten lassen. Geeignetes Schuhwerk beugt Stürzen vor. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Risiko von Unfällen und manchmal ist es besser, das eigene Fahrzeug auch mal stehen zu lassen. Außerdem bittet die Stadt darum, die Autos so zu parken, dass die breiten Winterdienstfahrzeuge gut durch die Straßen kommen. Falsch geparkte Autos erschweren oft die Winterdiensträumung von Straßen. Das kostet wertvolle Zeit.