Projekt: Lavendelfelder in der VG Konz

Der Klimawandel wird die Welt, in der wir leben, verändern. Er hat vielfältige Auswirkungen auf Natur, Gesellschaft und Wirtschaft und macht sich auch in der Verbandsgemeinde Konz bemerkbar. Die Folgen der globalen Erwärmung auf den Weinbau können sich positiv oder negativ und dabei regional unterschiedlich auswirken. 

In einem Anbauprojekt innerhalb der Verbandsgemeinde Konz wurde untersucht, ob Lavendel und andere mediterrane Kräuter hier gut gedeihen. Denn dies könnte eine gute und wirtschaftliche Lösung sein für die vielen brachliegenden Flächen an Mosel, Saar und Ruwer. 

Bei diesem Anbauprojekt wurden auf insgesamt 5 unterschiedlichen Brachflächen innerhalb der Verbandsgemeinde Konz (3 Flächen in Niedermennig, je 1 Fläche in Oberemmel und Nittel) mediterrane Kräuter, wie z.B. Rosmarin, Lavendel und Salbei versuchsweise im Zeitraum von 2012 – 2014 angebaut.  Nachdem das Projekt nun abgeschlossen wurde, ist die Stadt Konz für die weitere Pflege der Flächen bis zum 31. Dezember 2020 verantwortlich; dies erfolgt einmal jährlich (Extensivpflege).

Unter Extensivpflege versteht man in Landwirtschaft und Grünanlagenpflege eine spezielle Art der Flächennutzung und Behandlung. Während in der intensiven Landwirtschaft die genutzte Fläche in kurzen Intervallen bearbeitet (d.h. gedüngt, bewässert, gemäht oder geschnitten) wird, finden solche Eingriffe in der Extensivpflege deutlich seltener statt. Stattdessen wird z.B. eine Grünfläche für einen relativ langen Zeitraum sich selbst überlassen.


Bildergalerie

Ergebnis

Die hier als Download zur Verfügung gestellte Studie (Teil 1 - Seite 1 - 37; Teil 2 - Seite 38 - 77) zeigt auf, dass das Anpflanzen von Heil- und Gewürzkräutern unter den hiesigen Boden- und klimatischen Bedingungen gute Öle hervorbringt und somit eine alternativ und Ertrag bringende Nutzung für z.B. brachliegende Weinbergsflächen darstellt.

Dateiname Größe Datum
Machbarkeitsstudie - Teil 1 8,92 MB21.09.2017
Machbarkeitsstudie - Teil 2 10,37 MB21.09.2017

Projektkosten

Für dieses Projekt wurden insgesamt Ausgaben in Höhe von rund 146.000 € getätigt – inkl. der Ausgaben für die meteorologische Messstation in Niedermennig. Von der Gesamtsumme hat die Verbandsgemeinde Fördermittel in Höhe von rund 111.700 € erhalten. Für die weitere Pflege der 5 Flächen entstehen an jährlichen Kosten insgesamt 1.050 € plus Mehrwertsteuer.