Regionaltypisches Bauen in der VG Konz

    Der Verbandsgemeinderat hat erstmals für das Jahr 2009 beschlossen, ein Förderprogramm in diesem Bereich aufzulegen, um zur qualitätsvollen Weiterentwicklung der Baukultur in unserer Region beizutragen. Der Aspekt der Innenentwicklung unserer Orte wird zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Die Ortskerne sind derzeit geprägt von einer spürbaren Überalterung der Bevölkerung, so dass hier eine stärkere Fluktuation der Bewohner zu erwarten ist. Auch der demografische Wandel stellt hier neue Herausforderungen an die Gemeinden.

    Die Verbandsgemeinde möchte daher mit dem Programm die Chance nutzen, (Um-) Bauwillige auf die traditionsreiche Baukultur in unserer Region hinzuweisen und sie dafür zu sensibilisieren. 

    Die Erfahrung zeigt, dass eine Beratung oftmals nicht mehr erfolgreich sein kann, wenn sich erst konkrete Planungsvorstellungen in den Köpfen der Eigentümer verfestigt haben. Deswegen sollen die Bürger schon zum Zeitpunkt des Grundstückskaufs in der Ortslage mit dieser Broschüre über das Programm informiert und Ihnen durch Beratung die regionaltypische Bauweise näher gebracht werden.

    Fördermöglichkeiten

    Bitte wenden Sie sich zunächst an die Bauverwaltung der VG Konz, wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, einen Umbau, eine Renovierung oder eine Lückenschließung im Ort durchzuführen.

    Wir stellen Ihnen Fördermittel bereit, damit Sie eine Erstberatung von einem geeigneten Architekturbüro oder Planungsbüro erhalten können. Diese Beratung ist für Sie kostenfrei, wenn die Obergrenze der Beratungsleistung von 600,- € brutto (einschl. MWSt.) pro Objekt nicht überschritten wird.

    Förderfähig sind:

    • Altbauten
    • Beratung zur regionaltypischen Gestaltung der Altbauten sowie deren Gebäudeumfeld
    • Leerstehende oder mindergenutzte Gebäude
    • Beratung zu (Um)-nutzungskonzepten im Ortskern
    • Neubauten im Ortskern
    • Beratung zur regionaltypischen Gestaltung zur Schließung von Baulücken

    Die Beratung bezieht sich nur auf die Außengestaltung des Gebäudes, nicht auf die Raumaufteilung. Es geht in erster Linie darum, die optische Beziehung des Objekts zu seiner Umgebung, zum Ortskern, zu gestalten und zu verbessern.

    Antragsverfahren

    1. Antrag auf Beratungsförderung bei der Bauverwaltung Konz mit folgenden Angaben:

    Beratungsgegenstand, evt. Foto Gemarkung, Flur und Parzelle Sofern Sie nicht bereits einen Planer oder Architekten ausgesucht haben, kann bei der Verwaltung eine Architektenliste angefordert werden. Diese Liste steht jedem Büro offen.

    2. Prüfung Ihres Antrages nach folgenden Kriterien:

    Das Gebäude muss vor 1950 errichtet worden sein und innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen (Innenbereich) bei der Bebauung einer Baulücke muss diese nach Lage, Größe und Baurecht bebaubar sein (Neubaugebiete sind ausgeschlossen) Der Antragsteller muss Eigentümer oder dinglicher Nutzungsberechtigter des Gebäudes / der Freifläche sein ein Objekt kann nur einmal gefördert werden

    3. Entscheidung über den Antrag

    Information an Planer und Antragsteller, ob eine Honorierung des Planers in Höhe bis zu 600,- € brutto möglich ist Entscheidung des Antragstellers, ob Auftrag erfolgt

    4. Planerstellung / Abstimmung

    Abstimmung der Planung mit der Koordinierungsstelle der Dorferneuerung bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg per Testat; dabei erfolgt die Prüfung, ob für einen späteren Antrag Mittel aus der Dorferneuerung des Landes gewährt werden können

    5. Mittelabruf

    Mittelabruf bei der VGV Konz mit folgenden Unterlagen: Nutzungskonzepte, Gestaltungsentwürfe, Skizzen, Kostenschätzungen Auszahlung des Zuschusses an den Eigentümer bis zu Höchstbetrag von 600,- € brutto

    Was ist typisch für unseren Baustil?

    Typisch für unsere Region ist zunächst das Trierer Quereinhaus. Es beinhaltet Wohn- und Arbeitsteil in einem massiven, langgestreckten Gebäude, meist traufständig zur Straße. Die Bauweise ist 2-geschosssig, das Satteldach hat eine Dachneigung von 35-50 Grad, die Fassade ist verputzt.

    Weitere Kennzeichen sind:
    Klarer Kubus, keine Vorsprünge Zugang von der Längsseite knappe Fenster- und Türenanteile an der Gesamtfassade Dominanz der durchlaufenden Mauerflächen ungestörte Dachflächen geordnete Fensteranordnung sehr knappes Gesims, kein / nur geringer Dachüberstand sockelloser Außenputz bis zum Boden

    Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der Broschüre "Dorfgerechtes Bauen im regionaltypischen Stil" .

    Dateiname Größe Datum
    Broschüre - Dorfgerechtes Bauen im regionaltypischen Stil 1,48 MB13.01.2017
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